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Wir führen Weine aus aller Welt.

Veredelte Weinreben wurden schon vor 6000 Jahren in Mesopotamien angebaut, von wo aus sie nach Südosteuropa gelangten. Auf der griechischen Halbinsel tauchten sie um 2000 v.Chr. auf. Mit den römischen Eroberungsfeldzügen gelangte der Weinbau vom Mittelmeerraum nach Zentraleuropa. Wie schon in römischer Zeit wurden im frühen Mittelalter bevorzugt Rotweinreben angebaut. Im christianisierten Deutschland kam diese Aufgabe vor allem den Klöstern zu, da diese über das nötige Land und Kapital verfügten. Im Hochmittelalter entwickelte sich Wein zum Getränk der breiten Masse, da er im Gegensatz zu Wasser Alkohol enthält und somit auch in Frostperioden als Getränk und zum Kochen verfügbar war. Wurden im mittelalterlichen Alltag mit Wasser versetzte Weine getrunken, entstanden andererseits auch gastfreundschaftliche Trinksitten: Der Wein wurde nicht nur zu den Mahlzeiten, sondern auch als feierlicher Willkommens- und Abschiedstrunk gereicht. Im 16. Jh. brachten die europäischen Eroberer Wein auch in die Kolonialgebiete Süd- und Mittelamerikas sowie ins südliche Afrika und nach Neuseeland, wo bis heute ausgedehnte Anbaugebiete sind.

Kleines Weinlexikon

Abgang: Der Nachgeschmack, der im Mund nach einem Schluck erhalten bleibt. Gemessen wird der Abgang in "Caudalies" (Abgang in Sekunden)
Alsace, Vin d'Alsace: Herkunftsbezeichnung für alle Elsässer Weine mit Appellation Contrôlée
Anjou: Weine mit Appellation Contrôlée aus dem Anjou-Gebiet, bekannt sind vor allem die leicht süßen Roséweine
Appellation d'Origine Contrôlée (A.C.,A.O.C.): Kontrollierte Ursprungsbezeichnung, die innerhalb eines begrenzten Gebietes die Rebsorten, den Höchstertrag, den Mindestalkoholgehalt und die Höchstzahl der Rebstöcke regelt. Auf dem Weinetikett findet man entweder den Namen der Appellation groß gedruckt und darunter den Vermerk "Appellation Contrôlée" oder der Name Appellation steht noch einmal zwischen "Appellation" und "Contrôlée", z.B. "Appellation d'Alsace Contrôlée"
Atmen: Durch Dekantieren und offenes Stehenlassen, wird ein Wein eine gewisse Zeit der Berührung mit Luft ausgesetzt
Auxerrois: weiße Traube, liefert säurearme, körperreiche Weine
Bandol: Appellation Contrôlée des Côte du Rhône. Hauptsächlich Rosé- und Rotweine
Bardolino: Entstammt aus Trauben, die am Ostufer des Gardasees wachsen und einen leichten und hellen Rotwein abgeben.
Barolo: einer der höchstangesehenen italienischen Rotweine. Trocken, vollmundig und sehr alkoholreich. Bis zu 15 Jahren lagerfähig
Barrique: Standardfaß von Bordeaux, Inhalt 225 l. Oft auch ein Ausdruck der Weinkenner für Wein, der in Eichenholzfässern gereift ist und daher ein Holzaroma aufweißt. Bei Weißweinen drückt sich das Aroma durch eine Vanille/Pfirsich-Nase und bei Rotweinen durch eine Kirsch-Nase aus.
Beaujolais: helle, fruchtige Rotweine aus der Gamay-Traube, sollten möglichst jung und gekühlt (bei 11-13 ºC) getrunken werden
Beaujolais Villages: im allgemeinen bessere Beaujolais-Weine, die aus bestimmten Beaujolais Gemeinden stammen
Beaune: Weinhauptstadt der Côte d'Or (Bourgogne). Côte-de-Beaune und Côte-de-Beaune Villages
Bergerac: Weinbaugebiet mit Appellation Contrôlée-Weinen, das östlich an Bordeaux grenzt
Blanc de Blancs: wörtlich: Der Weiße von Weißen; Bezeichnung für Weine oder Schaumweine, die nur aus weißen Trauben gekeltert werden. Früher gab es diese Bezeichnung nur bei Champagner, weil dafür viele rote Trauben weiß gekeltert werden
Bodega: Spanische Bezeichnung für Weinkeller, Weinkellerei und Weinschenke
Bonnes Mares: Burgunder Grand cru von der Côte-de-Nuits (sehr zu empfehlen!!!) Bester Winzer: Fougeray
Bordeaux: Hafenstadt und Zentrum der Gironde, hat den Weinen der Gironde den Namen gegeben. Bekannteste Anbaugebiete: Bordeaux, Bordeaux Supérieur, Graves, Médoc, Sauternes, Saint-Emilion. Für die Klassifikation der Bordeaux-Weine gibt es genaue Regeln, die von Appellation zu Appellation erheblich voneinander abweichen
Bourgogne: Burgund, Erzeugergebiet für kräftige bis feine, samtige Rotweine, und edle Weißweine wie z.B. Meursault und Chassagne Montrachet. Die AC Rotweine sind aus der Pinot Noir Traube gekeltert. Die anderen Bourgogne Rotweine sind Passe-Tout-Grains, bestehend aus Pinot Noir und Gamay. Die Weißweine sind Aligoté (keine AC) und Chardonnay. (siehe auch Beaune und Côte d'Or) Die besten lagen sind die Grand Crus, dann die Première Cru.
BÖW: Bundesverband Ökologischer Weinbauern
Brut: Bezeichnung für trockene Schaumweine
Bukett: Der charakteristische Duft eines ausgereiften Weines
Cabernet-Sauvignon: rote Traube, wird in Frankreich selten allein gekeltert. In den "neuen" Weinländern Chile, Kalifornien und Süd-Afrika aber sehr beliebt.
cave: Keller, Lagerraum für Wein und oft Verkaufs- und Dégustationsraum
Chablis: trockener Weißwein mit A.C. aus Burgund, wird folgendermaßen klassifiziert: Chablis Grand Cru, Chablis Premier Cru, Chablis, Petit Chablis
Champagne: Champagner darf nur aus der Appellation Contrôlée "Champagne" stammen. Das Flaschengärverfahren ist Vorschrift
Chardonnay: weißer Burgunder, aus dieser Traube werden alle großen weißen Burgunder und auch Champagner gewonnen. Hauptanbaugebiete: Champagne, Burgund
Chassagne-Montrachet: Weinort der Côte d'Or mit trockenem Weißwein (einem der besten der Welt)
Château: deutsch: Schloß, bezeichnet im Französischen aber auch einfache Guts- und Landhäuser, meist in Bordeaux gebräuchlich. Die Bezeichnung "Château" darf nicht wahllos für einen Wein angewandt werden, sondern sichert eine besondere Lagerung des Weines zu.
Châteauneuf-du-Pape: Weinort und A.C. im Rhônetal mit gehaltvollen, alkoholreichen Rotweinen
Chianti: Lebendiger, frisch und fruchtiger Rotwein aus der Toskana, der jung getrunken wird
Chile: Aufstrebendes Weinexportland, mit sehr bekömmlichen Weinen, da in dem Klima kein Mehltau und keine Reblaus vorkommt und somit wenig Chemie benutzt wird. Die wichtigsten Rebsorten sind Cabernet Sauvignon, Sauvignon Blanc und Chardonnay
Côte, Côtes: Hang- und Steillagen mit guten Weinbergen
Côte de Nuits: Weinbaugebiet der Côte d'Or mit großen Rotweinen
Côte d'Or: Weinbaugebiet in der Bourgogne, gliedert sich in Côte de Beaune und Côte de Nuits
Côteaux d'Aix-en-Provence A.O.C. im Gebiet der Côtes de Provence. Umfaßt ca. 3500 ha die über 49 Kommunen verteilt sind. Produziert werden hauptsächlich Rosés (51%), bekannt ist die Côteaux d'Aix jedoch für die sehr gehaltvollen und schweren Rotweine (43%). Besonders die jüngeren Winzer beginnen mit Barrique-Ausbau und sind sehr zu empfehlen. (z.B. Domaine Les Bastides, oder Château Vauclaire)
Côtes de Provence: Weinbaugebiet mit A.O.C.-Weinen und guten bis einfachen Landweinen. Hier werden viele gute Roséweine hergestellt.
Côtes-du-Rhône: Name für alle Weine mit A.C. ohne besondere Bezeichnung, die im Rhônetal südlich von Vienne angebaut werden
Côtes-du-Roussillon: körperreiche A.C.-Rotweine vom Rand der Pyrenäen. Aufstrebend, aber noch nicht so routiniert wie in Bordeaux oder Bourgogne
Crémant: Bezeichnung für Qualitätsschaumweine mit A.C. außerhalb der Champagne, wie z.B. Crémant de Bourgogne. Die Flaschengärung ist Vorschrift
cru: Bezeichnung für Wein aus einer bestimmten Lage
Cuvée: bestimmte Menge Wein oder Weinverschnitt
Dekantieren: Umgießen von Wein aus einer Flasche in eine Karaffe
demi-sec: halbtrocken, entspricht bei Champagner "süß"
DOC(G): Denominatione di Origine Controlata (e Garantita) = Kontrollierter Anbau und Herkunftsbezeichnung (mit Garantie)
Domaine: In der Bourgogne und der Provence gebräuchlich für Weingut
Dornfelder Sehr tanninreicher, oft schwerer Rotwein, der zur Zeit zu den Deutschen Modeweinen gehört.
Doux: süß (franz.)
Edelzwicker: Verschnitt aus edlen Weißweinen, besonders gut aus dem Elsaß (mit A.C.)
Entre-deux-Mers: eines der Hauptanbaugebiete für Bordeauxweine mit eher trockenen Weißweinen, die gut zu Austern und Fisch passen
Federweisser: Für Deutsche im Herbst unverzichtbar mit Zwiebelkuchen. Weißwein, der zwei Tage vor dem Verkauf mit der Hefe angesetzt wird und auch ungefiltert getrunken wird... VORSICHT!!!
Fixin: nördlichste Gemarkung der Côte de Nuits mit guten Rotweinen
Fleurie: einer der neun Crus des Beaujolais
frais: kühl, frisch
Gevrey-Chambertin: Weinort der Côte de Nuits mit ganz großen Rotweinen, Spitzenerzeuger: Jean & Jean-Louis Trapet
Gewürztraminer: weiße Traube, verbesserte Variante des Traminers, Anbaugebiet: Elsaß, Deutschland
grand cru: ist eine Bezeichnung, die nur ganz bestimmten Lagen vorbehalten ist. In der Bourgogne die höchste Bezeichnung, im Bordeaux die unterste der Crus
grand vin: großer Wein; eine Phantasiebezeichnung, die nicht immer etwas über die Qualität aussagt
gris: grau, Bezeichnung für Roséweine in einzelnen Anbaugebieten
Hermitage: Weinbaugebiet im Rhônetal mit guten bis mittleren Rot- und Weißweinen mit A.C.
Kork: Durch einen schlechten Korken hervorgerufener unangenehmer Beigeschmack (franz.: Bouchon)
Lemberger: Gehört zu den besten und kräftigsten Rotweinen des Anbaugebietes Württemberg.
Médoc: eines der Hauptanbaugebiete für Bordeauxweine
millésime: franz.: Jahrgang
mis en bouteilles: in Flaschen abgefüllt
Mont-de-Milieu: einer der Premiers Crus des Chablis
Müller-Thurgau: "Schoppenwein" aus Gutedel X Silvaner mit nussiger Nase.
Muscadet: weiße Traube und Weißweingebiet in der Gegend von Nantes
Muscadet de Sèvre et Maine: hochwertige Appellation in der Loire Gegend mit der Muscadet-Traube
Muscat: eine Sorte der Muskatellertraube, wird häufig zu Likörweinen verarbeitet. Besonders gute werden im Roussillon angebaut (Muscat de Frontignan; Muscat de Rivesaltes)
Nase: Im Weinjargon für Duft (Aroma oder Bukett)
négociant: Weingroßhändlerhändler. Kauft oft Wein in Fässern und füllt selbst ab.
Öchsle: Mostgewicht; Skala für den Zuckergehalt der Trauben (franz. Baumé)
Oxidiert: Schaler, flacher Geschmack in Folge übermäßiger Berührung mit Luft
Petit Chablis: leichter, trockener A.C.-Weißwein vom Rand des Chablis-Anbaugebiets
Pinot blanc: Weißweintraube, die fruchtige Weine ergibt. Hauptanbaugebiete: Champagne, Elsaß
Pinot gris: Ruländer, im Elsaß früher: Tokay d'Alsace, liefert runde, frische Weine
Pinot noir: Blauburgunder, ergibt samtige Rotweine, Hauptanbaugebiete: Bourgogne, Champagne
Pommard: bekanntester, aber nicht bester roter Burgunder von der Côte de Beaune
Portugieser: Beliebter Roter aus der Pfalz. Leider zu oft wegen der Massenproduktion minderwertig.
Premier Grand Cru Classé: erste der fünf Kategorien, in die die Châteaux im Médoc durch die Klassifizierung von 1855 eingestuft wurden. Unter die Kategorie fallen: Lafite Rothschild, Latour, Margaux, Mouton-Rothschild und Haut-Brion
Primeur (meißt Beaujolais): junger, frischer Rotwein, der kurz nach der Gärung abgefüllt und wenige Monate später getrunken wird. Erstverkaufstag ist jedes Jahr der dritte Donnerstag im November. Empfohlene Trinktemperatur: 10-12 Grad
QbA: Qualitätswein eines bestimmten Anbaugebiets
QmP: Qualitätswein mit Prädikat; oberste Kategorie des deutschen Weins
Reblaus: Zu den Pflanzenläusen gehörendes Insekt, das sich an den Wurzeln der Reben festsetzt. Der im 19. Jahrhundert aus Nordamerika eingeschleppte ca. 1/2 mm große Schädling verursacht vor allem Wucherungen an den Wurzeln. Bekämpft wird die Reblaus durch resistente Züchtungen, Quarantäne und Schwefelkohlenstoff.
récolte: Ernte, bezeichnet auf Weinetiketten den Jahrgang
Riesling: trockener, fruchtig eleganter Weißwein aus der Riesling-Traube mit Ursprung im Wachau (Niederösterreich)
Rosé: Hellroter Wein von dunklen Trauben, bereitet durch rasches Abpressen, so daß nur wenig Farbstoff aus der Beerenhaut in den Wein gelangt
Rosé d'Anjou: etwas liebliche Roséweine mit A.C. von der Loire
Rouge: franz.: Rot
Roussillon: Gegend in Südwestfrankreich, hat meißt einfache Tafelweine, aber auch aufstrebende Appellationen mit schönen Weißweinen (Picpoul de Pinet)
Sancerre: Region im Loire-Tal mit herrvorragenden Weiß- und Roséweinen, nur wenig Rotweine
Savigny-lès-Beaune: Weinort in Burgund, liefert frische, für dis Bourgogne eher leichte Rotweine
sec: trocken, bei Champagner meißt Brut genannt
Shiraz: Vor allem in in Australien und Chile ausgebaute Rotweintraube. Auch, aber seltener in Frankreich als Syrah ausgebaut.
Soave: Berühmter, frischer und leichter Weißwein aus Verona
Sylvaner: erfrischender, trockener, leichter Weißwein, wird viel im Elsaß und in Deutschland angebaut
Tannin: Gerbstoff, eine in den Schalen, Stielen und Kernen der Trauben vorkommende Substanz; gelangt aber auch aus Eichenfässern in den Wein. Tannin wirkt konservierend und ist deshalb in Weinen, die für längere Lagerzeit bestimmt sind, ein wesentlicher Bestandteil.
Tête de cuvée: Ein vor allem in der Bourgogne gebräuchlicher Ausdruck für die crème de la crème eines Weines
Tinto: spanischer Ausdruck für Rotwein
Tokay: im Elsaß wurde früher so der Wein aus der Pinot gris-Traube genannt; Tokay ist ein runder, voller Weißwein
trocken: Laut dem Weingesetz: Wein mit einem unvergorenen Restzuckergehalt von maximal 9g/l
Trockenbeerenauslese: Sehr edler Wein mit einem eindeutigen Honigduft. Dies wird erreicht, wenn die Trauben mit der "Edelfäulnis" behaftet sind und daher "zusammenschrumpfen"
Trollinger: Bekanntester, leichter und heller Rotwein aus Württemberg.
Valpolicella: Einfacher, aber gut bekömmlicher, italienischer Rotwein aus der Gegend um Verona.
VdP: Verband deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter
V.D.Q.S.: (Vin délimité de qualité supérieur) Wein höherer Qualität aus einer bestimmten, genau abgegrenzten Gegend. Rangiert nach dem französischem Recht hinter den A.C.-Weinen
vieilles vignes: alte Reben, daher besonders gut, aber nicht mehr so ertragreich und die ganze Kraft des Rebstockes geht in die Trauben
vigne: Rebstock
vignoble: Weinberg, Weinbaugebiet
viña: span.: Weinberg
Viño Verde: grüner Wein (portugiesisch); Portugiesischer junger Weißwein. Wird sehr jung getrunken, leicht prickelnd.
vin blanc: Weißwein
VIN CUIT: "gekochter Wein"; Provencalische Spezialität für Weihnachten und festliche Angelegenheiten. Durch das Kochen des Rosé-Weines ist der Saft so konzentriert, daß nach der sehr langen Gärung ein süßer und gehaltvoller Dessertwein entsteht.
vin mousseux: Schaumwein
vin de pays: Landwein, eher einfach
vin rouge: Rotwein
vin de table: Tischwein, Tafelwein, Qualität unterschiedlich, vin de pays empfehlenswerter
Weißherbst: deutscher Ausdruck für Roséweine


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